In diesem Förderbereich unterstützt die Bodo Röhr Stiftung beispielsweise die Restaurierung von Denkmälern sowie Stadtteilarchive, Geschichtscafés und vergleichbare gemeinnützige Körperschaften in Hamburg und Umgebung.


Die Hamburger Südsee-Expedition von 1908/10: ein „Leuchtturmprojekt“ der Wissenschaft

Als das Hamburger Expeditionsschiff „Peiho“, chinesisch für „Drache“, 1910 aus der Südsee zurückkehrte, waren die Ergebnisse seiner zweijährigen Reise eine Sensation. Sie stießen auf breites öffentliches Interesse, begründeten den Ruf Hamburgs als Wissenschaftsstandort und versorgten das neugegründete Völkerkundemuseum (heute MARKK – Museum am Rothenbaum. Kulturen und Künstler der Welt) mit bedeutenden, bis dahin nie gesehenen Exponaten. Die Hamburgische Wissenschaftliche Stiftung, die die spektakuläre Expedition organisiert hatte, lässt sie 2019 mit einer Buchveröffentlichung noch einmal aufleben, diesmal mit Unterstützung der Bodo Röhr Stiftung.
Die Hamburgische Wissenschaftliche Stiftung wurde 1907 zur Förderung der Wissenschaften in Hamburg gegründet. Zu Beginn förderte sie die Reihe groß angelegter Forschungsvorhaben, das spektakulärste und bis heute teuerste Projekt war die völkerkundliche Südsee-Expedition zum Bismarck-Archipel und den Karolinen.
Geplant ist ein Buch über die in dieser Form weltweit einmalige Reise. Für die ebenso opulente wie wissenschaftlich ergiebige Publikation, die im Wallstein-Verlag in der Buchreihe „Wissenschaftler in Hamburg“ erscheinen wird, soll ein bisher ungezeigter Teil der Südsee-Sammlung erstmals fotografiert und digitalisiert werden. Ein spannendes Lese-Abenteuer ebenso wie ein wichtiger Beitrag zum kulturellen Austausch zwischen Hamburg und einer Welt, die damals noch eine weitgehend unbekannte war.


Der Hafen im Hafen: Seemannsmission „Duckdalben“

Kurze Liegezeiten, eine fremde Welt, eine andere Kultur – gerade Seeleute brauchen oft einen sicheren Hafen, einen Ort, der sie herzlich willkommen heißt. Sie brauchen Menschen, die den Gästen aus aller Welt mit Freundlichkeit, Engagement und Respekt entgegenkommen, die sich ihrer Wünsche und Nöte annehmen. Glücklich ist da, wer Hamburg anläuft: Die Hansestadt besitzt mit dem Duckdalben seit 1986 einen Treffpunkt, der sogar schon als „bester Seemannsclub der Welt“ ausgezeichnet wurde. 7 Tage die Woche, 364 Tage im Jahr bietet dort ein engagiertes Team Seeleuten aller Nationen vielfältige Serviceleistungen und vor allem Kommunikation: vom Telefongespräch in die Heimat über aktuelle Presse in vielen Sprachen bis hin zu gemeinsamen Gottesdiensten aller Konfessionen.
Diese gastfreundliche Anlaufstelle ist längst eine Institution in der internationalen Seefahrt und ein Stück echter Hamburger Kultur. Damit das so bleibt, damit sich das „Duckdalben- Team“ auch weiterhin mit seinem weltweit bekannten Elan dem „support of seafarers´dignity“ verschreiben kann, unterstützt die Bodo Röhr Stiftung die Anschaffung eines neuen Kleinbusses, um die Gäste von den weit verstreuten Schiffsliegeplätzen zum Hafen im Hafen zu befördern.